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Gute Fette, schlechte Fette ?

Nun so kann man es gar nicht sagen. Im Grunde gibt es diesen Unterschied nicht. Es ist extrem wichtig, dass wir von allen Fetten eine gewisse Menge zu uns nehmen. Nur: Die Mischung macht´s. Die Mischung sieht dann DGE dann so aus: weniger, als 10% von Fetten, die gesättigte Fettsäuren enthalten, 7-10 % Fette mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren und mehr, oder genau 10% Fette mit einfach ungesättigten Fettsäuren. Der Körper braucht alle diese Fettarten, um richtig funktionieren zu können. Doch bei aller Rücksicht auf alle Fette. Man soll nie vergessen, dass es so was gibt, wie versteckte Fette. Sichtbare Fette sind Öle, Butter, Margarine, Fleisch, andere gehärtete und flüssige Fette. Fette, die man nicht gleich sieht, gehören zu den versteckten Fetten. Sie kommen in Wurst, Käse, Schokolade, Kuchen, Kekse, Samen, Nüssen, Avocados, pflanzliche Brotaufstriche, Meeresfrüchte, süße Brotaufstriche, salzigem Kleingebäck, Chips, und noch in vielen Lebensmitteln. Bei den versteckten Fetten ist also darauf zu achten, was auf deren Verpackung steht. Pflanzliche Fette, die reich an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind, sind hierbei zwar zu beachten, stellen aber an sich kein größeres Problem dar. Ausnahmen, die dann doch mit etwas mehr Vorsicht zu genießen sind, Anmerkungen auf der jeweiligen Verpackung mit den Hinweisen: teilweise Hydrogenierte Fette,  Pflanzenfett, pflanzliche Öle und Fette zum Teil gehärtet, gehärtete Pflanzenfette, oder zum Teil gehärtetes Pflanzenfett.

Cholesterin 

Wer meint, Cholesterin sei "schlecht", der irrt. Cholesterin an sich ist nicht schlecht, ganz im Gegenteil. Cholesterin ist lebensnotwendig. Es ist kein richtiges Fett, sondern nur eine fettähnliche Substanz. Cholesterin ist auch nicht wasserlöslich. Da fragt man sich dann natürlich, wie kommt der Stoff dann an seine Bestimmungsorte im Körper? Cholesterin befindet sich im Körper zum großen Teil intrazellulär, also innerhalb unserer Zellen. Damit Cholesterin andere Stellen im Körper erreichen kann, benötigt es Transportmittel. Solche Transportmittel sind Lipoproteine. Jetzt kommt die Sache mit dem schlechten und dem guten Cholesterin, obwohl hierbei nur die Transportmittel untereinander einen deutlichen Unterschied machen. Den Unterschied macht hier die Dichte aus. Man unterscheidet zwischen Chylomikronen, VLDL, LDL und HDL. Interessant sind jedoch für den Cholesterintransport die Lipoproteine LDL (Low Density Lipoprotein) und HDL (High Density Lipoprotein). Zuviel LDL-Cholesterin wird in der Medizin mit der Entstehung der Koronaren Herzkrankheit, sowie mit Arteriosklerose (Arterienverkalkung) in Zusammenhang gebracht. LDL hat die Funktion, Cholesterin aus der Leber (wo es zum Teil vom Körper gebildet wird) durch die Blutbahn zu den Zellen zu transportieren. HDL-Cholesterin wird als „gutes Cholesterin“ bezeichnet, wobei beide (gut, und schlecht) Bezeichnungen medizinisch ziemlich umstritten sind. Die Aufgabe der HDL besteht darin, überschüssiges Cholesterin aus den peripheren Geweben aufzunehmen, und zurück zur Leber, zu transportieren. Ausgeschieden wird es dann über die Galle.  

Cholesterin ist, wie bereits erwähnt, lebensnotwendig. Einige Organe haben einen ziemlich hohen Bedarf an Cholesterin. Hierzu gehören das Gehirn, sowie die Organe, die an der Steroidhormonbildung maßgeblich beteiligt sind. Nebenniere, Hoden, Eierstöcke. Die Höhe des Cholesterinspiegels wird in erster Linie von der körpereigenen Produktion abhängig gemacht. Durch die Nahrung nehmen wir nur relativ wenig Cholesterin auf, deswegen ist dieser Aspekt eher zweitrangig.  

Zusammenfassung 

Zusammenfassend kann man also sagen, alle Fette sind gesund, so lange man diese in einem gesunden Maß zu sich nimmt. Wer seine Ernährung gesünder gestalten möchte, muss eigentlich nur eines tun. Beim Einkaufen die Augen offen halten und nach den Fettangaben auf den Verpackungen Ausschau halten. An die Fettreserven kommt man erst, wenn man sich gesünder ernährt, viel Sport betreibt, oder sich zumindest täglich viel bewegt. Auch viel trinken muss sein. Am besten ungesüßte Kräutertees, ungesüßte Säfte und viel Mineralwasser. Sich fettarm und bewusst zu ernähren heißt, unzähligen Krankheiten vorzubeugen und insgesamt gesünder zu leben, bzw. gesund zu werden.